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Die Republik Kongo ist die Heimat von rund 4 Millionen Menschen. Der Großteil der Bevölkerung ist in den Städten angesiedelt, vor allen Dingen in der Hauptstadt Brazzaville, die über 1,1 Millionen Bürger beherbergt. Die Amtssprache ist Französisch, Lingala und Kituba sind Nationalsprachen. Das Christentum ist unter der Bevölkerung weit verbreitet, ebenso wie die Religion der Naturvölker. Traditionen besitzen einen festen Stellenwert, sind tief verwurzelt und aus dem Leben der Einwohner nicht wegzudenken.

In der 342.000 km² großen Republik Kongo leben etwa 4 Millionen Menschen, das entspricht einer Bevölkerungsdichte von rund 11 Einwohnern pro km². Der Süden des Staatsgebietes ist dichter besiedelt als der Norden, die Mehrheit der Bewohner lebt in den Städten. Die jährliche Wachstumsrate liegt durch eine Geburtenrate von etwa 42,6 Geburten pro 1000 Einwohner und einer Sterberate von circa 12,9 pro 1000 Einwohner bei etwa 2,65%. Durchschnittlich bringt jede kongolesische Frau in ihrem Leben 6 Kinder zur Welt. Das Durchschnittsalter der kongolesischen Bevölkerung liegt bei rund 17 Jahren. Innerhalb der Bevölkerungsstruktur dominieren mit rund 98% die Bantuvölker (untergliedert in zahlreiche ethnische Gruppen), darunter vor allen Dingen Kongo (Bakongo), Bateke (Teke) und Mboshi. Verschiedene Völker, die traditionell als Pygmäen bezeichnet werden und vorrangig in den nördlichen Wäldern mit starker Vegetation beheimatet sind, bilden mit etwa 2%, ebenso wie die wenigen Europäer im Land, eine Minderheit.

Französisch ist die Amtssprache der Republik Kongo, daneben werden Lingala (vermehrt im Norden) und Kituba / Munukutuba (insbesondere im Süden) als Handels- und Verkehrssprachen genutzt. Zudem finden diverse regionale Sprachen und Dialekte Anwendung, unter anderem Téké, Kikongo und Sanga. Diese weisen starke Unterschiede auf.
Traditionen spielen im Leben der afrikanischen Bevölkerung eine wichtige Rolle und sind Teil ihres Lebens. In der Republik Kongo existieren verschiedene Religionsgemeinschaften (Christentum, Naturreligionen, Islam). Die unterschiedlichen Glaubensbekenntnisse werden mit den dazugehörigen Traditionen ausgelebt, so dass eine Vielzahl an Bräuchen, Festen und Ritualen hier heimisch sind. Rituale und Feste werden meist in Kombination mit Musik, Tanz und Masken zelebriert. So finden Masken beispielsweise Anwendung bei der Ehrung von Ahnen oder der Anrufung von Göttern. Asche und Staub können ebenfalls wesentliche Bestandteile sein, zum Beispiel bei Trauerzeremonien, Fruchtbarkeitsritualen und Segensriten. Auch Kleidungsstücke spielen bei einigen Bräuchen eine zentrale Rolle. Weiße Kleidung steht für Licht und Reinheit, weswegen diese bei Reifefesten und Hochzeiten gern getragen wird. Häuptlinge und andere Gäste hohen Rangs werden würdevoll empfangen, indem die Frauen ihre Tücher auf dem Weg ausbreiten.

Etwa 40% der Kongolesen gehören der katholischen Kirche an, circa 10% sind Protestanten. Die starke Verbreitung des Christentums in der Republik Kongo ist vorrangig auf die europäische Kolonialherrschaft (Frankreich) und auf die beharrliche Missionsarbeit zurückzuführen. Rund 48% der Bürger sind Anhänger traditioneller Naturreligionen und bilden damit die zweitgrößte religiöse Gemeinschaft im Staat. Eine Minderheit von 2% der Bevölkerung bekennt sich zum Islam.

Aus der Republik Kongo stammen berühmte Persönlichkeiten, hauptsächlich Künstler, wie der Schriftsteller, Musiker und Journalist Sylvain Bemba, ebenso wie der Schriftsteller Tchicaya-U-Tam'si beziehungsweise Gérald-Félix Tchicaya (Mpili), nach dem der Tchicaya-U-Tam'si-Preis, eine Auszeichnung für afrikanische Dichtung, benannt ist.
Der französische Hip-Hop-Künstler Passi ist in der Hauptstadt Brazzaville geboren. Andréya Ouamba, geboren in Pointe-Noire, ist ein bekannter Tänzer und Choreograph.

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