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Der Lac Télé ist ein fast kreisrunder See im nördlichen Teil der Republik Kongo. Er ist vermutlich durch einen Meteoriteneinschlag vor ca. 80 Mio. Jahren entstanden und ist daher fast vollkommen rund (ca. 6 km lang und 5 km breit). Seine Fläche (gut 20 km²) ist wesentlich kleiner als zum Beispiel die des Bodensees. Der See wird durch den Likouala-aux-herbes in den Kongo entwässert. Um den See ranken sich viele Mythen, unter anderem auch die Legende von Mokle m'Bemb←, einem Reptil, bei dem es sich um ein sauropoden ähnliches Tier handeln soll und das nur in diesem See überlebt haben könnte.
Der Mokele-Mbembe ist ein mythisches Wesen, das in den Urwäldern Zentralafrikas leben soll. Bei dem im Kongobecken rund um den See Télé ansässigen Pygmäenstamm der Bangombe ist sein Ruf (Mokele-Mbembe - „der den Lauf des Flusses stoppt“) legendär. Nach den Berichten und Überlieferungen der Pygmäen soll Mokele-Mbembe die Fischer des Stammes in ihren leichten Kanus angegriffen haben. Mokele-Mbembe soll in etwa so gross wie ein Elefanten sein, wobei jedoch auch Berichte über noch größere Tiere existieren. Es soll ein vierfüßiges Individuum sein, deren Fußabdrücke denen von Nilpferden ähneln und deren Zehen drei Klauen aufweisen sollen. Es soll einen langen Hals mit etwa dreißig Zentimetern im Durchmesser, einen relativ kleinen Kopf, der bei männlichen Exemplaren ein Horn oder einen hornähnlichen Fortsatz aufweisen soll, sowie einen langen Schwanz besitzen. Das Wesen soll einem Sauropoden ähneln. Es soll sich um einen Pflanzenfresser handeln, der jedoch Menschen, die in sein Territorium eindringen, angreift und gegebenenfalls tötet, jedoch niemals frisst. Die Hautfarbe des Mokele Mbembe soll von bräunlich-grau bis zu rötlich-braun variieren. Der erste schriftliche Bericht über Mokele Mbembe stammt von dem französischen Missionar Abbe Liévin Bonaventure Proyart. In seinem 1776 erschienen Buch über Reisen in den Kongo berichtet er von einem fremdartigen Wesen, dessen Fußabdrücke einen Umfang von einem Meter gehabt haben sollen. Der deutsche Ludwig Freiherr von Stein zu Lausnitz war der erste Ausländer, der auf einer Expedition im Jahr 1913 im Flussgebiet des Likouala-aux-herbes gezielt Berichte über Mokele Mbembe sammelte. Die einheimischen Pygmäen zeigten ihm einen Pfad, den das Wesen durch den Dschungel gezogen haben soll.In den Jahren von 1920 bis 1935 soll es mehrere Sichtungen verschiedener Augenzeugen gegeben haben, die eine Kreatur mit langem, schlangenähnlichem Hals, stämmigen Beinen und massigem Körper gesehen haben wollten.1954 soll ein englischer Tourist im Bangweulusee einen langen Hals mit schlangenähnlichem Kopf aus dem Wasser ragen gesehen haben, und in den 1960er Jahren soll ein Großwildjäger nahe dem Likouala-aux-herbes-Fluss ein großes Tier vom Wasser an Land gehen gesehen haben, dessen Beschreibung auf Mokele Mbembe zutrifft.Von Oktober bis Dezember 1980 sollen von dem deutschen Ehepaar Herman und Kia Regusters mysteriöse durch ein großes Tier verursachte Wasserbewegungen wahrgenommen worden sein.Im selben Jahr führten die Naturwissenschaftler und Kryptozoologen Roy P. Mackal, James Powell, Richard Greenwell und Justin Wilkinson zwei Expeditionen in den Kongo durch, um die bis zu zweihundert Jahre zurückreichenden Berichte über Mokele Mbembe zu untersuchen. Sie sammelten Augenzeugenberichte, Legenden und Mythen um das sagenhafte Wesen und gelangten zu dem Ergebnis, dass sich viele der Beschreibungen glichen.Im Jahre 1983 will der Biologe Marcellin Agnagna im See Télé mehrere Mokele-Mbembe mehrere Minuten lang beobachten haben. Beweise wie Filmaufnahmen konnte er jedoch aufgrund einer angeblichen Fehleinstellung seiner Videokamera nicht aufweisen, wobei die Tatsache, dass er seine Berichte im nachhinein mehrere Male änderte, Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit aufkommen ließen.Im September 1992 will ein japanisches Forscherteam vom Flugzeug aus ein unbekanntes, schwimmendes Tier im See gefilmt haben. Die qualitativ schlechte, nur 15 Sekunden lange Videoaufnahme zeigt eine langhalsige Kreatur, die den See durchquert und nach Meinung der Japaner als Mokele-Mbembe zu identifizieren sei. Um was genau es sich jedoch handelte, konnte nicht festgestellt werden, es könnte sich auch um einen großen schwimmenden Python gehandelt haben. |